Ich bin in einer Zeit aufgewachsen, in der Boybands und Girlgroups die Charts dominiert haben. Als Teenie habe ich gebannt „Big in America“ geschaut – diese Casting-Doku mit Lou Pearlman, dem Mann hinter *NSYNC. Am Ende stand US5 auf der Bühne – und ja, ich hab sie gefeiert. Nebenbei lief bei mir auch Tokio Hotel rauf und runter.
Ja, ich war Fan. Von beiden. Gleichzeitig.
Was ich sagen will: Ich bin irgendwie mit Bands wie Jonas Brothers, US5, Pussycat Dolls, Monrose und Co groß geworden – mit dem Mythos, dem Drama, der Musik und dem Zusammenhalt. Umso gespannter war ich, als mir auf Netflix die neue Show „Building the Band“ ins Auge sprang. Seit dem 9. Juli 2025 ist die Serie auf der Plattform verfügbar – und sie macht einiges anders.
„Build the Band“: worum geht’s?
In einer Zeit, in der Reality-Shows immer schriller, lauter und oberflächlicher zu werden scheinen, setzt Netflix mit der neuen Musikserie „Building the Band“ ein kraftvolles Gegensignal: Hier zählen nicht Aussehen, Likes oder Luxus, sondern Stimme und Sympathie.
Stell dir „The Voice“ trifft auf „Love is Blind“ – und du bekommst eine Vorstellung davon, was „Building the Band“ ist. Das Ganze ist also quasi wie eine musikalische Blindverkupplung. 50 Sänger:innen treten in schalldichten Kabinen (Booths) gegeneinander (bzw. miteinander) an – ohne sich zu sehen und ohne Vorgeschichte. Allein die Stimme entscheidet, wer wen in die eigene Band holen will. Aus den kurzen Gesprächen über die Booths entscheidet sich, wen sie sympathisch finden. Die daraus entstehenden Gruppen proben, performen – und kämpfen schließlich in Challenges um den großen Gewinn von 500.000 $.
Unterstützt wird die Show von Stars wie: Nicole Scherzinger und Liam Payne
Moderiert wird das Ganze von AJ McLean (Backstreet Boys), unterstützt von Nicole Scherzinger (Pussycat Dolls). Auch mit dabei: Kelly Rowland und der verstorbene Liam Payne, der in seiner letzten TV-Rolle als Gastjuror eine spürbare emotionale Tiefe ins Format bringt. Dass dies seine letzte Show vor seinem Tod im Oktober 2024 war, verleiht der Serie einen besonders berührenden Ton.
Was die Show besonders macht
Was „Building the Band“ so besonders macht, ist die Konzentration auf echtes Talent statt oberflächlicher Showeffekte. Hier geht es nicht um Glitzer, Drama oder knallige Outfits – im Mittelpunkt steht, was wirklich zählt: die Stimme, das musikalische Gespür und die Fähigkeit, im Team zu harmonieren.
Das innovative Konzept zwingt die Teilnehmenden dazu, sich aufeinander einzulassen – ganz ohne visuelle Reize. Und genau das führt zu einer emotionalen Tiefe, die man selten in Castingformaten sieht: Zwischen den Sänger:innen entsteht echtes Vertrauen, oft in kürzester Zeit. Das macht die Reise nicht nur musikalisch spannend, sondern auch menschlich berührend.

Mein Fazit zu „Building the Band“
„Building the Band“ ist mehr als nur eine weitere 08/15 Musikshow – es ist ein mutiger Versuch, das Genre neu zu denken. Statt auf äußere Reize zu setzen, stellt die Serie das in den Mittelpunkt, worauf es wirklich ankommt: Stimme, Verbindung und musikalisches Miteinander.
Das macht sie nicht nur spannend, sondern auch überraschend emotional. Wer genug hat von glattgebügeltem Pop-Perfektionismus und inszenierten Dramen, findet hier genau das Gegenteil: echte Menschen, echte Musik, echte Momente. Für Musikliebhaber:innen definitiv ein Muss – und vielleicht der Beginn einer neuen Art, wie wir Castingshows erleben.
Hast du schon reingeschaut? Welche Band hat dich überzeugt? Schreib’s in die Kommentare oder schick mir deine Meinung!
Pssst … die letzten Folgen kommen übrigens morgen (23. Juli 2025)!





