Am 23. Januar 2026 war Berlin wieder einmal Schauplatz eines ikonischen Pop-Moments: Halsey betrat das ausverkaufte Velodrom, um auf ihrer „Back to Badlands Tour“ knapp zweieinhalb Stunden lang ein Publikum zu verzaubern.
Der Abend startet ohne Supportact
Was diese Show besonders machte? Schon beim Einlass wurde klar: kein Supportact – Halsey war alleiniger Headliner, und sie beanspruchte die Bühne ganz für sich. In einer Zeit, in der viele Acts auf Supportacts setzen, um erst Stimmung zu machen, trat sie einfach auf und sagte: „Okay Berlin – let’s do this.“ Und Berlin lieferte.
Zurück in die Badlands – aber gewaltig erwachsen
Die „Back to Badlands“-Tour ist ein liebevolles, aber kraftvolles Jubiläumsprojekt: Zehn Jahre sind vergangen, seit Halsey 2015 mit „Badlands“ eine Platte rausgehauen hat, die heute als Meilenstein der Pop-Alternative gilt. Songs wie Gasoline, Control oder New Americana haben sich längst in die kollektive Pop-Gedächtniswand eingegraben – und am Abend in Berlin kamen sie mit voller Wucht zurück.
Von der ersten Sekunde an – mit dem Opener „Gasoline“ – war klar, dass Halsey hier nicht nostalgisch-sanft durch ihr Debüt cruisen wollte. Nein: Sie spielte wirklich das komplette „Badlands„-Album und darüber hinaus. Das Publikum liebte es und feierte mit Halsey.
Zwei Stunden und dreißig Minuten pure Energie
Die Show erstreckte sich über gute zweieinhalb Stunden, in denen Halsey das Publikum nicht nur musikalisch, sondern auch emotional mitnahm. Es gab Momente der völligen Ekstase, aber auch stille Gänsehautpassagen, in denen der Saal nur warten musste, bis sie wieder ansetzte, um mit charakteristischer Klarheit erneut volle Lautstärke zu entfalten.
Berlin war dankbar und laut. Und Halsey? Wirkte sympathisch, präsent und absolut in ihrem Element. Man merkt, dass sie es liebt, auf der Bühne zu performen.
Was bleibt von diesem Abend? Nicht nur ein Konzert, sondern ein Erlebnis. Eine Show, die beweist, dass Halsey live richtig krass gut ist – mit einer Bühnenpräsenz, die einmal tief durchatmet und dann direkt wieder loslegt. Keine Vorband, kein Füllmaterial, sondern ein durch und durch intensives Musikerlebnis für alle Sinne.
Und: Mein innerer Teenager durfte endlich Halsey live erleben.
Setlist „Back to Badlands, The Tour“
- Gasoline
- Castle
- Control
- Bells in Santa Fe
- Drive
- Coming Down
- You Should Be Sad
- The Lighthouse
- Strange Love
- Haunting
- New Americana
- Hurricane
- Dog Years
- Nightmare
- Hold Me Down (gekürzt)
- Ghost
- Roman Holiday
- Closer (The Chainsmokers-Cover, rockige Version)
- Ego
- Colors Pt. II / Colors
- Only Living Girl in LA
- Lonely is the Muse
- People Disappear Here
- Without Me (Neuinterpretation)
- Young God
Encore:
- Easier Than Lying (Tour-Debüt)
- Girl is a Gun (Tour-Debüt)
- Experiment on Me
- Is There Somewhere
Titelfoto: © Ryan McGinley | Universal Music





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