20 Jahre sind vergangen, seit eine junge Frau aus Barbados mit „Pon de Replay“ plötzlich in den Charts auftauchte. Damals hätte niemand geahnt, dass dieses 17-jährige Mädchen einmal zu den einflussreichsten Künstlerinnen und Unternehmerinnen unserer Zeit werden würde. Heute, zwei Jahrzehnte später, steht Rihanna für mehr als nur Musik: Sie ist Künstlerin, Ikone, Unternehmerin, Visionärin und Vorbild für Millionen Menschen weltweit.

Der Anfang: ein Mädchen aus Barbados mit einer Vision

Rihanna, geboren als Robyn Rihanna Fenty, wuchs in Bridgetown, Barbados, auf. Ihre Kindheit war nicht einfach – der Vater kämpfte mit Alkohol- und Drogenproblemen. Doch genau daraus erwuchs eine Stärke, die sie später prägen sollte.

Schon als Teenager war Rihanna nicht einfach nur ein Mädchen, das zur Schule ging – sie wollte mehr. Während andere Hausaufgaben machten, gründete sie mit Freundinnen ihre erste Band und träumte davon, die große Bühne zu erobern. Und weil ihr Talent nicht nur beim Singen auffiel, stand sie bald auch bei lokalen Schönheitswettbewerben im Rampenlicht – ein Vorgeschmack auf das, was noch kommen sollte.

Mit 16 Jahren wagte sie den Schritt in die USA, nachdem Produzent Evan Rogers ihr Talent entdeckt hatte. Sie nahm ein Demo-Tape mit vier Songs auf, das an diverse Plattenfirmen geschickt wurde. Kurz darauf unterschrieb sie bei Jay-Zs Label Def Jam – und der Grundstein für eine Weltkarriere war gelegt.

2005 erschien „Pon de Replay“. Ein Sommerhit, ja – aber vor allem der Startschuss einer Karriere, die mehr als 250 Millionen verkaufte Tonträger hervorbringen sollte. Plötzlich war Rihanna nicht mehr nur ein junges Mädchen von einer Insel, sondern die neue Stimme des Pop. Denn auch ihr Debütalbum „Music of the Sun“ wurde direkt ein Kassenschlager.

Imagewandel: Der Weg zur Pop-Ikone

Seit da an arbeitete Rihanna unermüdlich. Fast jedes Jahr veröffentlichte sie neue Musik – „SOS“, „Unfaithful“, „Don’t Stop the Music“. Doch 2007 kam der Moment, der alles veränderte: „Umbrella“. Dieser Song katapultierte sie endgültig an die Weltspitze und brachte ihr den ersten Grammy ein. Mit dem dazugehörigen Album „Good Girl Gone Bad“ ging auch ein gewaltiger Imagewandel einher – der Titel war Programm. Statt bunten süßen Outfits trug Rihanna nun Lack und Leder. Die Fans feierten es.

Acht Studioalben veröffentlichte Rihanna bisher: Mit unter anderem „Rated R“, „Loud“, „Talk That Talk“ oder „Anti“ zeigte die Sängerin immer wieder eine neue Facette von sich. Sie experimentierte mit Pop, R’n’B, Dancehall, Rock und Elektro. Sie passte sich nicht an – sie prägte den Zeitgeist. Diese Alben brachten ihr über 200 Musikpreise ein – darunter neun Grammys. Was für eine Karriere – Wahnsinn!

Rihanna als Unternehmerin – das Milliarden-Imperium „Fenty“

Doch Rihannas Erfolg erschöpft sich nicht in der Musik. 2017 gründete sie Fenty Beauty – und revolutionierte die Kosmetikindustrie. Während andere Marken jahrzehntelang kaum Produkte für alle Hauttöne anboten, setzte Rihanna auf Inklusivität. Ihr erstes Foundation-Sortiment umfasste 40 (!) Nuancen – ein Meilenstein.

Mit Savage X Fenty ging sie den nächsten Schritt: Lingerie für alle Körperformen, für alle Geschlechter, für jede Identität. Die Modenschauen wurden zu weltweiten Events, die nicht nur Mode zeigten, sondern Vielfalt feierten. Heute wird Rihannas Imperium auf Milliardenwerte geschätzt – und sie gehört zu den reichsten Musikerinnen der Welt.

Rihanna ist Ikone, Vorbild, Nationalheldin und Mutter

Rihanna ist nicht nur Musikerin und Unternehmerin – sie ist eine Ikone. Sie nutzt ihre Plattform für soziale und politische Themen, gründete die Clara Lionel Foundation, die in Bildung, Gesundheit und Katastrophenhilfe investiert.

2017 ehrte Harvard sie als Humanitarian of the Year. Barbados krönte sie 2021 sogar offiziell zur Nationalheldin. Am 21. Februar wird in ihrer Heimat der Rihanna Day gefeiert. Für viele Menschen, besonders Frauen und People of Color, ist sie mehr als ein Popstar: Sie ist ein Beweis dafür, dass Herkunft keine Grenzen setzt.

Seit 2020 ist Rihanna mit US-Rapper A$AP Rocky liiert. Die beiden kennen sich jedoch schon einige Jahre länger, denn 2013 war der Rapper mit auf Tour. 2022 blickte der erste Sohn das Licht der Welt und ein Jahr später der zweite. Das dritte Kind der beiden – angeblich ein Mädchen – ist unterwegs.

20 Jahre Rihanna – und was bleibt

Zwei Jahrzehnte Rihanna bedeuten: unzählige Hits, mutige Looks, provokante Statements und eine Karriere, die größer kaum sein könnte. Doch vor allem bedeuten sie eins: Beständigkeit in der Veränderung. Rihanna hat sich nie in eine Schublade stecken lassen. Sie hat immer wieder Grenzen verschoben – musikalisch, ästhetisch, gesellschaftlich.

Und auch wenn wir seit „Anti“ (2016) sehnsüchtig auf ein neues Album warten, bleibt ihre Präsenz ungebrochen. Spätestens mit ihrer legendären Super-Bowl-Halbzeitshow 2023, bei der sie schwanger (!) performte, hat sie bewiesen, dass sie zu den ganz Großen gehört.

Wenn ich auf 20 Jahre Rihanna zurückblicke, sehe ich nicht nur die Hits, die Awards, die Milliarden. Ich sehe eine Frau, die immer sie selbst geblieben ist, auch wenn der Druck gigantisch war. Eine Frau, die sich neu erfand, ohne ihre Wurzeln zu verlieren. Selbstbewusst, frei, kompromisslos. Eine Frau, die zeigt, dass man alles schaffen kann, wenn man an sich glaubt.

Auf die nächsten 20 Jahre – cheers! 🥂

Titelbild ©EJ Hersom CC BY 2.0, via Wikimedia Commons


Entdecke mehr von Read the Beat

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Hinterlasse einen Kommentar

Angesagt