Lauren Spencer Smith ist längst mehr als ein TikTok-Phänomen. Die Singer-Songwriterin hat sich in den vergangenen Jahren einen festen Platz in der internationalen Poplandschaft ersungen. Mit ihrem viralen Hit „Fingers Crossed“ und dem Debütalbum „Mirror“ hat sie bewiesen, dass sie eine der spannendsten Stimmen ihrer Generation ist – ehrlich, verletzlich und trotzdem radiotauglich.

Ein Mädchen aus Kanada mit großen Gefühlen

Lauren wurde 2003 in Portsmouth (England) geboren, zog mit ihrer Familie aber schon als Kleinkind nach Kanada — Port Alberni auf Vancouver Island, um genau zu sein. Musik war kein gewolltes Hobby für sie, sondern ein Teil des Alltags. Sie sang früh, postete Cover auf YouTube, teilte Emotionen über Online-Videos — bevor irgendjemand hochkarätige Studios oder große Ladengeschäfte kannte.

2020 dann American Idol – Lauren schaffte es bis in die Top 20. Nicht der große Sieg, aber genug, um erste Aufmerksamkeit zu bekommen. Sie ist mit dem kleinen Zehen im Musikbusiness angekommen. Man sieht und hört sie.

Fingers Crossed & TikTok: Der Moment, in dem alles anders wurde

Manchmal braucht es nur einen Augenblick. Für Lauren war es Ende 2021: „Fingers Crossed“ war zuerst ein Demo, dann ein viraler Hit auf TikTok. Kein Luxusvideo, keine ausgeklügelte Kampagne – einfach ein Clip, der sich viral ausbreitete, weil Menschen darin hörten, was sie selbst schon durchgemacht hatten. Der Song stieg in mehreren Ländern direkt in die Charts ein.

„Mirror“: Ein Debütalbum, das mehr als Pop ist

Im Juli 2023 erschien mit „Mirror“ ihr Debütalbum – 15 Songs, die nicht nur gute Hooks haben, sondern Geschichten erzählen. Von „Never Been in Love“ bis „Do It All Again“ spürt man ihre Entwicklung: Wut, Unsicherheit, Selbstreflexion, dann langsam Akzeptanz. 

Lauren selbst sagt, dass „Mirror“ ein Spiegel ist – nicht nur ihr Badezimmer-Spiegel, sondern jener Ort, der gesehen hat, wie sie so oft am Boden war und trotzdem weiterkramte. Jeder Track wirkt wie ein Kapitel in einem Tagebuch, das wir alle heimlich führen. 

In einem Interview mit dem People Magazin erklärt die Sängerin, dass sie in der Phase, in der „Mirror“ entstand, an dunklen Punkten war — Depression, Zweifel, das Gefühl, nicht zu wissen, ob sie all das stemmen kann. Es war laut und unsichtbar zugleich. Und dann gab sie nicht nach.

Stimme & Stil: Warum Lauren unter die Haut geht

Ganz ehrlich: Wer Lauren Spencer Smith schon einmal gehört hat – egal ob live oder auf TikTik-, weiß sofort, wovon ich spreche. Ihre Stimme ist unverwechselbar – roh, emotional und einfach nur wow.

Lauren singt nicht einfach, sie reißt dir das Herz raus und setzt es mit einem High Note wieder zusammen. Selbst große Pop-Hooks klingen bei ihr wie kleine, intime Geständnisse. Genau das macht sie zu einer der spannendsten Stimmen im Pop: nahbar, echt und gleichzeitig mächtig genug, um ganze Stadien zum Schweigen zu bringen.

Ich hatte bereits 2023 die Gelegenheit, ihre Stimme live in Wien zu erleben – und wurde absolut nicht enttäuscht. Lauren überzeugt mit voller Kraft, Emotion und einer Präsenz, die direkt unter die Haut geht.

Neues Album: „The Art of Being a Mess“ – Lauren Spencer Smith legt nach

Lauren Spencer Smiths zweites Studioalbum „The Art of Being a Mess“ erschien am 27. Juni 2025. Im Vergleich zu ihrem Debüt „Mirror“ zeigt es eine deutliche Entwicklung – klanglich, thematisch, emotional. Jeder der zwölf Tracks greift Gefühle auf – Wut, Verzweiflung, Liebe, Frieden, Verwirrung – und lässt nichts aus.

Mit ihrem neuen Album ist Lauren Spencer Smith auch auf Tour und macht am 20. September 2025 einen Halt in Wien.

Titelbild (c) Jennifer Hauska


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