Im Rahmen ihrer „The Art of Being a Mess“-Tour besuchte Lauren Spencer Smith zum zweiten Mal nach 2023 (Mirrors Tour) Wien — und bewies einmal mehr, dass sie nicht nur im Studio, sondern vor allem live ihre Fans tief erreichen kann. Schon die Voracts Conor Burns und Henry Moodie legten einen gelungenen Auftakt hin, doch als Hauptact gelang Spencer Smith ein Abend, der vielen noch lange in Erinnerung bleiben dürfte.

Conor Burns und Henry Moodie eröffnen den Abend

Das Gasometer war gut gefüllt und die Atmosphäre erwartungsvoll freudig. Viele Fans kamen offensichtlich vorbereitet, einige mit Merch und Songs der neuen Platte schon auf den Lippen. Die Vorbands — zunächst Conor Burns, später Henry Moodie — boten sehr sympathische Unterstützung und zeigten, dass auch sie stimmlich ordentlich etwas drauf haben. Die Menge wurde auf jedenfall eingestimmt und jubelte sich schon mal warm.

Und dann kommt Lauren Spencer Smith auf die Bühne

Als das Licht ausgeht, wird es kurz still, dann kollektives Kreischen. Sie steht da, mitten auf der Bühne, lächelt und ebenfalls voller Freude auf den Abend. Es ist, als würde sie in einem kleinen Wohnzimmer spielen, nicht vor tausenden Menschen.

Ihre Stimme? Unfassbar gut. Und nicht nur technisch perfekt – sondern warm, nah, emotional. Schon nach dem ersten Song ist klar, dass das hier kein reines Popkonzert ist, sondern eine Art Gruppentherapie. Fans neben mir kreischen jedes einzelne Wort mit – voller Emotion.

Zwischen Hits und emotionalen Momenten

Die Setlist war ein Volltreffer – eine stimmige Mischung aus neuen Songs und Hits, die die Fans von Anfang bis Ende mitfeiern. Wenn Lauren eines kann, dann Songs schreiben, die mitten ins Herz treffen. Das wurde an diesem Abend besonders deutlich: Bei den emotionalen Stücken wurde es still im Saal, man konnte förmlich spüren, wie ihre Texte bei den Menschen ankamen. Neben mir wischt der ein oder andere Fan auch die Tränen weg. Ich bekam Gänsehaut.

Ein besonderes Highlight: das Wheelspin. Ein Fan durfte auf die Bühne, am Rad drehen und damit bestimmen, welches Cover Lauren an diesem Abend performt. Das Glücksrad landete bei „Perfect“ von One Direction – und die Menge feierte es. Lauren selbst war sichtlich begeistert, schließlich ist One Direction ihre Lieblingsband. Vielleicht war das auch der Grund, warum während des Bühnen auf- und -abbaus immer wieder One-Direction-Songs liefen – ein liebevolles Detail, das den Abend noch persönlicher machte.

Zwischen den Songs erzählt sie kurze Anekdoten, bedankt sich, winkt in die Crowd. Man spürt, wie Lauren den Raum einnimmt und mit ihrer Stimme füllt.

Lauren Spencer Smith begeisterte Fans

Zum Abschluss spielt Lauren „WORSE“, bevor sie sich für eine Zugabe noch einmal zurück auf die Bühne holen lässt. Mit „Fingers Crossed“ und „Sticks & Stones“ gibt sie ihren Fans zwei absolute Lieblingssongs mit auf den Heimweg. Die Menge dreht noch einmal richtig auf, singt, springt, schreit jedes Wort mit – als wollte man den Moment um ein paar Minuten verlängern.

Lauren bedankt sich, winkt ins Publikum und verschwindet schließlich mit einem breiten Lächeln hinter der Bühne. Die Fans strömen langsam hinaus, viele noch immer mit glänzenden Augen und voller Freude. Es ist diese besondere Mischung aus Erschöpfung und Euphorie, die man nur nach einem richtig guten Konzert spürt.

So endet ein Abend, der nicht nur musikalisch überzeugt hat, sondern gezeigt hat, wie nah Lauren Spencer Smith ihren Fans wirklich ist. Man verlässt die Halle mit dem Gefühl, Teil von etwas gewesen zu sein – und mit der leisen Hoffnung, dass sie bald wiederkommt.

Setlist

  1. IF KARMA DOESN’T GET YOU (I WILL)
  2. Lighting the flame
  3. 28
  4. Bigger Person
  5. WORSE / bridesmaid
  6. Parallel universe
  7. Narcissist
  8. Best Friend Breakup
  9. What a beautiful day
  10. That Part
  11. Flowers
  12. someday …
  13. small
  14. Looking up
  15. things you never say
  16. Perfect (One Direction Cover)
  17. Thick Skin
  18. Pray
  19. WORSE
  20. Fingers Crossed
  21. Sticks & Stones

Titelbild © Jennifer Hauska


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