28. September 2025, Wiener Stadthalle: Schon beim Betreten spürt man die knisternde Vorfreude in der Luft. Die Halle ist restlos ausverkauft, überall lachen und tuscheln Menschen – von kleinen Kindern bis hin zu älteren Fans, die alle denselben Grund haben: Ayliva.
Ich finde meinen Platz, umgeben von leuchtenden Gesichtern und glitzernden Augen. Mittendrin ich – eigentlich keine Hardcore-Fan, eher eine Bewunderin ihrer Stimme. Aber genau das macht es spannend: Mal sehen, was dieser Abend bringt.
Früher Start und keine Vorband
Kurz vor 19:45 wird es dunkel – die Fans fangen an zu kreischen. Die Vorfreude ist ihnen anzumerken. Da sehr viele Kinder bei Aylivas Konzerten sind, beginnt die Show bereits sehr früh und auch ohne Vorband. Mir soll’s recht sein.
Sie startet stark, die Fans singen von Anfang an jede Zeile von ihrem neusten Song „Wie?“ mit. Nur einer von 34 Songs, die Ayliva an diesem Abend performen wird. Mit dabei ist ihr letztes Album „In Liebe“, „Schwarzes Herz“ und ihr Debüt „Weißes Herz“.
Voller Fokus auf die Stimmen und Musik
Ihre Stimme unfassbar gut – klar, emotional und kraftvoll. Kein großer Schnickschnack, kein überladenes Bühnenbild, sondern eine Show, die sich ganz auf Musik und Texte konzentriert. Und das passt, weil genau das die Menschen im Publikum hören wollen.
Zwischendurch zeigt sich Ayliva ganz reduziert – nur sie und ein Klavier oder eine Gitarre. Genau in diesen Momenten bekomme ich Gänsehaut. Ihre Stimme füllt die Halle ohne großes Drumherum, erzählt Geschichten und trifft direkt ins Herz.
Zwischen den Songs nimmt sich Ayliva Zeit für Worte ans Publikum, erzählt kleine Geschichten und wirkt dabei sehr nahbar und sympathisch. Bei Balladen wie „Immer fehlst du“ oder „Bei mir“ wird es ruhig, und die Halle hört einfach zu – ein schöner Kontrast zu den lauteren Hits, bei denen sich die Energie entlädt.

Ayliva legt großen Wert auf ihre Fans
Besonders auffällig: die Verbindung zu ihren Fans. Viele tragen selbstgemachte Plakate, manche weinen, andere schreien jede Zeile mit. Dieses „Wir-Gefühl“ zieht sich durch den ganzen Abend. Immer wieder richtet sich Ayliva direkt ans Publikum, bestärkt ihre Community mit Worten wie „Lebt eure Träume und gebt niemals auf“. Man spürt, dass es ihr nicht nur ums Performen geht – sie will ihren Fans Mut machen, sie empowern und ihnen das Gefühl geben, gesehen zu werden. Genau dieser Spirit macht ihre Konzerte so einzigartig.
Ayliva zieht seit Beginn ihrer Karriere viele sehr junge Fans an – das merkt man sofort. Schon vor dem Konzert hatte ich gehört, dass sich manche in anderen Städten über die Lautstärke der Kids beschwert haben. Auch in Wien waren viele Kinder dabei, und klar, da wurde zwischendurch mal gekreischt. Aber ehrlich gesagt: Mich hat es nicht gestört.
Mein Fazit zu Ayliva in Wien
Um 22 Uhr ist dann Schluss – fast ein bisschen abrupt mit einem ihrer bekanntesten Hits „Hässlich“. Aber was bleibt, ist das Gefühl, eine Künstlerin gesehen zu haben, die genau weiß, wer sie ist und was sie sagen will. Keine Show um der Show willen, sondern ein ehrlicher Auftritt, der zeigt: Ayliva ist live genauso stark wie auf Platte. Sie hat eindeutig einen weiteren Fan dazu gewonnen.
Mein Fazit: Eine intime, ehrliche Show – und ein Abend, der beweist, warum Ayliva gerade zu den wichtigsten Stimmen im deutschen Pop gehört.
Setlist
- Wie?
- Weißes Haus
- Lieb mich
- Zwei Wochen
- Was mir gefällt
- Sie weiß
- Hältst du mich?
- Lilien
- Wunder
- Mörder
- Erzähle ihnen alles
- Ella
- Überlebt
- Was Besseres
- Immer fehlst du
- Bleib
- Kal Yanimda
- Nie deins
- Nein!
- Schwer zu lieben
- Mir geht’s gut : – )
- Was du nicht weißt
- Während du
- Lass mich gehen
- Scheine zählen
- In deinen Armen
- Beifahrer
- Marie
- Schmetterlinge
- Bei Nacht
- Aber sie
- Deine Schuld
- Nein!
- Hässlich
Titelbild © Jennifer Hauska






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