Flex, 4. Oktober 2025. Als ich den Club um 20 Uhr betrete, steht der Voract Paula Engels bereits auf der Bühne und spielt ihre letzten Songs. Die Stimmung im Publikum ist ausgelassen – trotz der drückenden Hitze und der stehenden Luft. Schon jetzt liegt etwas Besonderes in der Luft: Dieses Konzert wird kein gewöhnlicher Abend. Abor & Tynna spielen heute in ihrer Heimatstadt – und Wien ist mehr als bereit für ein bisschen bittersüßes Chaos.
Abor & Tynna betreten mit jeder Menge Power die Bühne
Der Nebel wird dichter, die Lichter gehen an, dann geht ein lautes Jubeln durch den Raum. Abor & Tynna betreten die Bühne, und schon mit dem ersten Song „Rotkäppchen“ verwandelt sich das Flex in ein brodelndes Meer aus Stimmen, Händen und Beats. Das Publikum singt, tanzt, schreit – pure Energie.
Die beiden stehen auf der Bühne, als hätten sie nie etwas anderes gemacht: souverän, charmant und mit spürbarer Lust auf diesen Abend. Auch wenn ich nicht jeden Song auf der Setlist kenne, ist der Vibe sofort da. Die Show ist durchdacht, laut, bunt – und einfach verdammt mitreißend.
Setlist – ein Mix aus Energie & Emotionen
Die Setlist? Ein perfekt gebauter Mix aus Energie und Emotion. Songs wie „Psst“, „Winx Club“ und „Baller“ bringen das Publikum in Bewegung, während „Mama“ oder „Parallele Linien“ die verletzliche Seite zeigen, die ihre Musik so besonders macht. Ein besonderes Highlight für mich waren die ruhigeren Töne auf der B-Stage, weil Tynna dann direkt vor mir Stand. Ihre Stimme klingt gleichzeitig zerbrechlich und stark – ein Kontrast, der mitten ins Herz trifft.

Neue Songs und ein Publikum in Ekstase
Es wurde fast das komplette Album „Bittersüß“ gespielt – und es fühlte sich an, als würden die Songs live erst richtig aufblühen. Außerdem gab’s auch noch ein paar neue Songs „Fiasko“ und „High auf Liebe“ auf die Ohren.
Klanglich war der Abend stark. Der Sound war druckvoll, die Beats saßen, und Tynna brillierte mit ihrer Stimme, die live noch intensiver wirkt als auf Platte. Nur in den ganz leisen Momenten wurde es im Raum etwas unruhig – was weniger an der Performance lag, sondern daran, dass sich viele im Publikum noch in der Euphorie des Moments befanden.
Zum Schluss, als die letzten Töne von „Moshpit“, ein weiterer neuer Song, verhallten, blieb dieses typische Flex-Gefühl: ein bisschen verraucht, ein bisschen chaotisch, aber mit einem breiten Grinsen im Gesicht.
Setlist
- Rotkäppchen
- Coco Taxi
- Plattenpräsident
- Fiasko
- Engel in Jeans
- Katana
- Mama
- Mona Lisa
- Küsschen
- Songs gehasst
- Parallele Linien
- Karussell
- High auf Liebe
- Winx Club
- Guess What I Like
- Psst
- Seifenblasen
- Tan Lines
- Bang Bang (My Baby Shot Me Down)
- Babylon
- Baller
- Tynnamaus
- Winnetou
- Moshpit
Titelbild © Jennifer Hauska





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