Gestern Abend (13. Dezember 2025) war einer dieser Konzertabende, bei denen man schon nach den ersten Minuten weiß: Das wird einer für die innere Highlight-Schublade. NESS beendete mit diesem Konzert nicht nur ihre „Leben Überleben Tour 2025“, sie feierte auch noch Geburtstag – und machte daraus ein Fest, bei dem das Publikum eindeutig die besten Geschenke bekam.

Es geht los: Support Act und Geburtstagsständchen für NESS

Den Auftakt übernahm Luna Antonia, die das Publikum perfekt auf NESS einstimmte. Und dann: pünktlich, ohne großes Tamtam, ein Knall, Konfetti in der Luft – und NESS steht auf der Bühne, als hätte sie nie etwas anderes gemacht. Mit „ISSO“ als Opener war sofort klar, wohin die Reise geht: nach vorne, mitten ins Gefühl, gemeinsam. Das fast ausverkaufte Gasometer singt, tanzt, jubelt – und NESS nimmt den Raum ein, ganz selbstverständlich, ganz sie selbst.

Was diese Künstlerin so besonders macht, ist nicht nur ihr Gespür für Melodien, die sich sofort im Ohr festsetzen. Es ist ihre Stimme, die unter die Haut geht – verletzlich, warm, einzigartig. Eine Stimme, in der man sich verlieren kann, ohne es zu merken. Dazu kommt ihr Songwriting: nahbar, ehrlich, so geschrieben, dass man sich ständig denkt „Ja, genau das“. Und dann ist da noch diese Herzlichkeit. Man sieht ihr an, wie sehr sie diesen Abend genießt, wie dankbar sie ist, hier zu stehen und ihren Geburtstag mit uns zu teilen. Natürlich gab es ein Ständchen – alles andere wäre auch unhöflich gewesen.

Überraschungsgäste: LUNA und Rian feiern mit

Besonders schön: die Gäste. LUNA kam überraschend auf die Bühne, und gemeinsam performten sie „Schattenfreunde“ und „Verlierer“. Luna nutzte die Gelegenheit für ein dickes Lob, während NESS sich daran erinnerte, dass LUNA sie 2022 mit auf Tour genommen hatte – zu einer Zeit, als sie selbst erst ein paar Songs draußen hatte. Ihr erster Auftritt damals, wahnsinnig nervös, große Angst vor der Bühne. Ich war damals auch mit dabei und erinner mich zurück und sehe die wahnsinnige Entwicklung. Heute erzählt sie das mit einem Lächeln und sagt, dass sie sich nichts Schöneres mehr vorstellen kann. Recht hat sie. Und wir auch.

Später dann noch ein weiterer Freund: Rian. Gemeinsam spielten sie „Heimweg“, ein Song, der live noch einmal eine ganz eigene Wucht entfaltet. Die Energie der beiden auf der Bühne ist ansteckend, ehrlich, einfach purer Spaß – einer dieser Momente, in denen man vergisst, dass man eigentlich nur Zuschauer:in ist.

Weitere Überraschungen: B-Stage, Fanprojekt & ganz viel Konfetti

Auch räumlich wurde es abwechslungsreich: Auf der B-Stage spielte NESS ihren allerersten Song „Deine Richtung“ – ein schöner, fast intimer Rückblick. Persönliche Highlights? Ganz klar „Ozean“ und „Mauern aus Granit“. Aber ehrlich gesagt: Es gab keinen einzigen Song, der nicht funktioniert hätte. Jeder Moment wirkte durchdacht, ohne konstruiert zu sein.

Richtig emotional wurde es beim kleinen Fanprojekt zu „Leben überleben“, als Sternchen und Lichter im Raum aufleuchteten und NESS den Tränen sichtlich nahe war. Einer dieser Augenblicke, in denen man merkt, wie viel echte Verbindung zwischen Künstlerin und Publikum besteht.

Zum Abschluss dann noch einmal kompletter Abriss: „Hass im Bauch“, Feuer, Konfetti – alles, was dazugehört. Ein Finale, das keine Fragen offenließ.

Unterm Strich: ein unfassbar gelungener Abend mit jeder Menge Highlights, Emotionen und dieser besonderen Nähe, die man nicht planen kann. Auch wenn ich NESS inzwischen schon öfter live gesehen habe – ich würde jedes einzelne Mal wiederkommen. Ohne zu zögern.

Titelbild © Jennifer Hauska


Entdecke mehr von Read the Beat

Melde dich für ein Abonnement an, um die neuesten Beiträge per E-Mail zu erhalten.


Hinterlasse einen Kommentar

Angesagt