Kein Support-Act, kein künstlich in die Länge gezogenes Warm-up: Punkt acht Uhr ging in der restlos ausverkauften großen Halle der Wiener Arena das Licht aus. Wo andere Acts erst einmal zwei Vorbands ins Rennen schicken, um die Menge mühsam auf Temperatur zu bringen, setzt Jordy auf den direkten Kaltstart – und genau das funktionierte am Dienstagabend von der ersten Sekunde an.
Ausverkaufte Halle und lautstarke Crowd
Die Arena war bis auf den allerletzten Platz gefüllt, und das Publikum lieferte ab der ersten Sekunde ab. Die Crowd war sofort on point: Aus wirklich jeder Ecke der Halle wurde ohrenbetäubend laut mitgerappt. Und Jordy? Die gab auf der Bühne einfach alles. Man merkt vom ersten Takt an, dass sie wieder in ihrem Element ist. Sie braucht keine überladene Show, um zu wirken – sie nimmt die Bühne mit ihrer schieren Präsenz komplett ein. Man siehr auch direkt, dass ihr die Tour sehr viel Spaß macht und sie sehr dankbar dafür ist.
Die B-Stage: Badmómzjay einmal ganz nah
Ein absolutes Highlight des Abends war der Moment, als sie über den Steg zur B-Stage mitten ins Publikum kam und plötzlich fast direkt vor uns stand. Aus dieser Nähe wurde erst richtig greifbar, was für eine unglaubliche Ausstrahlung sie hat. Und man muss es einfach sagen: Wow, ist sie schön! Sie kombiniert diese unfassbar coole, souveräne Rap-Attitüde mit einer ganz natürlichen, einnehmenden Aura.
Gute Mischung in der Setlist – von alt bis neu
Musikalisch traf der Abend genau den richtigen Nerv. Das Set bot eine klug kuratierte Balance zwischen den frischen, persönlicheren Tracks aus ihrem kommenden Album „Haus im Meer“ und jenen kompromisslosen Bangern, mit denen sie in den letzten Jahren durch die Decke gegangen ist.
Die neuen Songs fügen sich organisch ein, geben dem Konzert mehr emotionale Tiefe und zeigen eine gereifte Künstlerin, während Klassiker wie „Papi“, „Tu nicht so“ oder „Auf die Party“ verlässlich dafür sorgten, dass alle Besucher:innen auf ihre Kosten kamen. Außerdem präsentierte Badmómzjay auch unveröffentlichte Songs und gab somit einen noch tieferen Einblick auf ihr neues Album.
Mein Fazit zu Badmómzjay
Ich habe Jordy nun schon mehrmals live gesehen und wurde schlichtweg noch nie enttäuscht. Das liegt nicht zuletzt am Publikum, das jedes Mal komplett Bock hat und macht. Manchmal wundert es mich fast ein bisschen, dass sie in Österreich noch keine deutlich größeren Hallen füllt. Einerseits ist das schade für sie, andererseits ist es für uns Fans natürlich ein riesiger Gewinn: Wir sind viel näher dran am Geschehen und die Ticketpreise bleiben erfreulich günstig. Badmómzjay hat in Wien jedenfalls erneut eindrucksvoll unter Beweis gestellt, warum sie seit Jahren zur Spitze des Deutschraps gehört.
Beitragsbild (c) Jennifer Hauska





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