Pop Pop, It’s Showtime! Guess Who’s Back Again … Bruno Mars war wieder in the house. Gleich drei Nächte lang hat er das Berliner Olympiastadion bespielt. Am Montag (29.6.) stieg das große Finale dieser dreitägigen Residency – und ich war im fast ausverkauften Stadion live mit dabei.
Knapp zehn Jahre ist es jetzt her, seit ich Bruno Mars das letzte Mal live in Berlin erleben durfte – damals, 2017, noch in der Mercedes-Benz Arena. Und seit damals wusste ich: Den will ich wieder sehen. Somit hab ich mir die Karten gesichert, bin ins Flugzeug gestiegen und habe mich durch die Hitzewelle in Berlin geschlagen.
Glück gehabt: Die Hitzewelle beim Konzert erfolgreich umgangen
Wer die Berichte von Freitag und Sonntag aufmerksam verfolgt hat, musste fast schon Mitleid haben: Bei unbarmherzigen 39 Grad wurden die Fans am Hitzewochenende im weiten Stadionrund regelrecht gegrillt. Tausende Fächer und Mini-Ventilatoren waren im Dauereinsatz. Sogar Regeln wurden geändert, denn man durfte Getränke mit ins Stadion nehmen.
Ich hatte am dritten und letzten Konzerttag hingegen absolutes Glück. Pünktlich zum Wochenstart hatte sich die extreme Tropenhitze zum Glück verzogen. Bei angenehmen Temperaturen atmete das Stadion spürbar auf – und das tat der ohnehin schon phänomenalen Stimmung verdammt gut. Die Vorbands Victoria Monét und Anderson .Paak (als DJ Pee .Wee) hatten somit leichtes Spiel, die Menge auf Betriebstemperatur zu bringen.
Bruno Mars ist der geborene Entertainer
Wer vor Kurzem noch meinen Bericht zu Harry Styles’ zutiefst intimer Fan-Interaktion gelesen hat, taucht bei Bruno Mars in eine etwas andere Welt ein. Nein, Bruno ist nicht der nahbarste Typ auf Erden. Er liest keine Fan-Plakate vor und hält auch keine privaten Pläusche mit der ersten Reihe. Er sucht nicht die große Fan-Interaktion, sondern lässt lieber die Show für sich sprechen.
Aber … dieser Mann hat einen einnehmenden Charme! Bruno war in absoluter Topform und hatte sichtlich extrem gute Laune. Seine Tanzschritte waren on point und auch gesanglich zeigte er, was er kann. Natürlich alles live. Unterstützt von seinen Hooligans (seiner unfassbar tighten Band) erlebte Berlin gestern Entertainment der absoluten Extraklasse.
Die Setlist: Klassiker-Liebe und mein persönliches Pyro-Problem
Musikalisch war der Abend im Rahmen seiner „The Romantic Tour“ ein cleverer Mix. Der erste Teil des Sets gab den neueren Nummern seines aktuellen Materials viel Raum. Ich muss ehrlich sein: Die ganz neuen Songs feiere ich persönlich einfach nicht so extrem.
Und genau deshalb war der letzte Block des Abends auch mein absolutes, unangefochtenes Highlight. Bruno zündete zum Finale einen beispiellosen Hit-Turbo aus all seinen vergangenen Mega-Erfolgen. Als die epischen Versionen von „Grenade„, „Locked Out of Heaven„, „Just the Way You Are“ und natürlich das alles abreißende „Uptown Funk“ durch das Olympiastadion schallten, gab es auf den Rängen absolut kein Halten mehr. Das war kollektive Pop-Euphorie!
Einziger Wermutstropfen für meinen Geschmack: Die visuelle Inszenierung. Bruno Mars liebt den ganz großen, monumentalen Auftritt, aber gestern Abend war das definitiv viel zu viel Pyrotechnik. Die schiere Masse an ohrenbetäubenden Knall-Effekten hat die eigentliche musikalische Brillanz der Band phasenweise fast erschlagen. Manchmal ist weniger eben doch mehr – zumindest für mich.
Fazit: Lohnt sich die Reise zur „The Romantic Tour“?
Bruno Mars ist vielleicht nicht der Künstler, der sein Publikum permanent in Gespräche verwickelt oder emotionale Monologe hält. Muss er aber auch gar nicht. Er liefert stattdessen etwas, das nur noch wenige Popstars auf diesem Niveau schaffen: Knapp zwei Stunden perfektes Live-Entertainment. Ja, für meinen Geschmack hätte es etwas weniger Pyrotechnik sein dürfen. Musikalisch, gesanglich und tänzerisch war das aber absolute Weltklasse. Zehn Jahre Warten haben sich definitiv gelohnt. Ich würde es immer wieder tun.
Bruno Mars in Berlin: Die offizielle Setlist vom Finale (29. Juni 2026)
Act I: The Romantic & 24K Magic Vibes
- Risk It All
- Cha Cha Cha (mit ausgedehntem Drum-Outro)
- On My Soul
- 24K Magic
- Treasure
- God Was Showing Off
- I Just Might
- Perm
- Why You Wanna Fight?
- That’s What I Like
- Something Serious
Act II: An Evening with Silk Sonic
- Blast Off
- 777
- Fly As Me
- Smokin Out The Window
- Leave The Door Open
Act III: Die großen Welthits
- Marry You
- Die With A Smile
- It Will Rain
- Talking to the Moon
- Grenade
- When I Was Your Man
- Locked Out of Heaven
- Just the Way You Are
- Uptown Funk
Zugabe:
- Dance With Me
Titelbild: © Jennifer Hauska





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